Geschichte
Es ist kaum vorstellbar, dass der heutige Park seit 1971 künstlich aus einem alten Korallensteinriff geschaffen wurde. Seit 1954 wurden im Tagebau die versteinerten Korallen abgebaut und zur
Zementherstellung benutzt, zurück blieb eine Steinwüste, in der sich nur die wenigstens Pflanzen und Tiere behaupten konnten. Der Tropenagronom konnte durch sorgfältiges Beobachten und das
Schrittweise einführen neuer Pflanzen- und Tierarten ein sich selbst erhaltendes Ökosystem schaffen, dass zunehmen auch ökonomisch erfolgreich wird.
Was gibt es zu sehen
Die Transformation von Wüste zum Tierpark ist größtenteils abgeschlossen, und so kann man eine beachtlich vielfältige Tier - und Pflanzenwelt bestaunen. Eine Führung durch einen der Parkguides ist
sehr zu empfehlen, sonst entgehen sicherlich die oft versteckten Details. Der Rundgang beginnt und endet im Information Center, wo man neben einem kurzen Abriss über die Geschichte des Geländes auch
nett aufgearbeitete Präsentationstafeln, Schaukästen und Filme über das heute existierende Ökosystem findet.
Krokodilfarm
In mehreren großflächigen Gehegen werden Krokodile gezüchtet. Als Besonderheit sind dabei eine große Zahl an gesondert untergebrachten Albino-Krokodilen zu nennen, die in freier Wildbahn keine
Überlebenschance hätten und hier als Attraktion gehalten werden. Ein Teil der heranwachsenden Krokodile wird mit zunehmender Größe in die künstliche Seenlandschaft gebracht und stellt sich dort
eindrucksvoll zur Schau. Die Erlöse aus Fleisch- und Lederverkäufen der Krokodilfarm sind ein finanzielles Standbein des Parks. Und wer neugierig ist: ein Krokodilsteak kann man gleich im
Parkrestaurant probieren!
Fischfarm
In mehreren großen Strömungsbecken werden Tilapias bis zur verzehrgeeigneten Größe gezüchtet. Der in Deutschland auch zunehmend beliebte Speisefisch ist aufgrund seines schnellen Wachstums besonders
als Kulturfisch geeignet. Zurätzlich übernimmt er eine wihtige Funktion im Ökosystem des Parks: er trägt maßgeblich zur Kontrolle der Mückenpopulation bei und reduziert damit auch das
Malaria-Risiko.
Flußpferde
Im Park gibt es einige Flußpferde, deren Fütterung man zu bestimmten Zeiten beobachten kann. Besonders erwähnenswert ist dabei aber eine besondere Partnerschaft: Owen, ein jung verweistes Flußpferd
und Mzee, eine 130 Jahre alte Riesenschildkröte, die die Mutterrolle für das inzwischen deutlich größere Säugetier übernommen hat. Auch bei der Auswahl der Tiere zeigt sich die Parkleitung auf
Wiedergutmachung an der Natur bedacht: es handelt sich fast ausschließlich um Tiere aus Fehlhaltung, die in schlechtem Zustand den Park erreichten und sich prächtig erholt haben.
Giraffen
Eine Herde von verschiedenen Giraffengattungen streift durch ein großes Areal der Parks und wird die meiste Zeit außerhalb der Sichtweite der Besucher sein, aber pünktlich zur Fütterungszeit sind die
beeindruckenden Tiere zum Anfassen nahe. Wer sich nicht vor den großen, muskulösen aber auch sehr schleimigen Zungen fürchtet, der kann mit bereitgestellten Pellets selbst den Kontakt suchen. Die
Fütterungszeiten scheinen Saisonabhängig variabel zu sein, also einfach kurz vorher telefonisch erkundigen.
Schildkröten
Wer schon immer mal ein Tier streicheln wollte, das Afrika noch in der Kolonialzeit erlebt hat und vermutlich noch das eine oder andere Jahrzehnt erleben wird, der hat mit den zahlreichen
Riesenschildkröten die Möglichkeit dazu. Einige sind schon seit Ewigkeiten in Afrika, andere wurden erst vor kurzem in den Park verlegt, um dort an der Pflanzenpflege teilzuhaben. Spätestens hier
stößt das künstliche Ökosystem an seine Grenzen: die Schildkröten stammen von den Seychellen und sind in Afrika niemals heimisch gewesen. Der Park ist eine schöne Illusion.
Sonstiges
Weiterhin bevölkern Antilopen, zahlreiche Affen und Meerkatzen, über 160 Vogelarten, Warane und viele andere Tiere de Park. Das "Whistling Pine" Restaurant, das ein hervorragendes exotisches BBQ
anbietet, ist ebenfalls vorhanden. Telefonisch ist der Park unter 5485729 zu erreichen. Neben den Besichtigungen am Tage wird manchmal auch ein Nachtspaziergang angeboten, der eine ganz andere, sonst
schwierig zu entdeckende Tierwelt präsentiert. Die Matatus halten direkt vor dem Parkeingang, so dass man sich ein Taxi getrost sparen kann.