Da wir schon mehrfach mit dem Gedanken gespielt hatten ein Schnuppertauchen zu machen entschieden wir uns aufgrund der guten Bewertungen dazu mit Manfred und seiner Crew dieses Wagnis durchzuführen. Vor dem Urlaub hatten wir deshalb bereits per Mail angefragt und auch prompt Rückmeldung erhalten, dass wir uns mit Manfred zu einem Vorabgespräch nach unserer Ankunft treffen sollten. Bei diesem Gespräch wurde der Termin und Ablauf des Ausflugs geklärt und Manfred nahm uns in seiner trockenen und ungezwungenen Art die letzten Hemmungen vorm Tauchen. Der Preis belief sich für 2 Personen auf 106 € plus 15 € für eine Foto-CD vom Tauchgang. Der Ausflug startete um 8. 15 Uhr. Wir wurden vor dem Hotel von Manfred abgeholt und waren nach einigen Zwischenstopps schließlich um 9. 15 Uhr an Bord. Die Fahrt zum ersten von insgesamt zwei angefahrenen Riffen dauerte ebenfalls nochmals ca. 1 Stunde. In dieser Zeit erklärte uns Manfred die grundlegenden Dinge, die wir zum Tauchen beachten mussten (Maske, Druckausgleich, Atemgerät, Zeichen). Nach 5 Minuten war auch das abgefrühstückt. 5 Minuten!? Hatte nicht gedacht, dass Tauchen so einfach ist. ;-) Schließlich kam der große Augenblick. Wir waren insgesamt 3 Schnuppertaucher und jeder wurde nacheinander zu Manfred zum Tauchgang gewässert. Je nach Mut des Probanten ging es direkt abwärts oder es wurde als vertrauensbildende Maßnahme erst ein bisschen an der Oberfläche geschnorchelt. Auch hier hatte Manfred genug Geduld und Überzeugungskraft, auch die letzten Zweifel auszuräumen. Der Tauchgang selbst lässt sich mit einem Wort beschreiben: Genial! Fische ohne Ende, mit Rochen, Muränen, … wirklich ein faszinierendes Erlebnis mit dem Gefühl sich auf seinen Tauch-Guide verlassen zu können. Bei einem Tauchgang wurde einer Schnuppertaucherin schwindelig, aber Manfred brachte sie wieder sicher an die Oberfläche und ans Schiff. Zwischen den Tauchgängen bestand genug Zeit am Riff auf eigene Faust zu Schnorcheln. Mittagsbuffet und Getränke gab es ebenfalls kostenlos an Bord.
Man sollte sich allerdings darüber im Klaren sein, dass Manfred, gerade wegen seiner kumpelhaften Art, einen nicht unbedingt mit Samthandschuhen anpackt. Da wurde Unterwasser schon mal ordentlich gezogen, gedrückt und die Beine richtig zurechtgebogen. Da sich die Schnuppertaucher alle die gleiche Ausrüstung teilen mussten, kam es schon mal zur Hektik beim Aus- und Anziehen und die ägyptischen Begleiter wurden auch schon mal ordentlich zusammengestaucht, wenn sie ein bisschen zu viel Lässigkeit an den Tag legten. Und das Teilen des Atemgeräts löste bei Hygiene-Freaks auch nicht unbedingt Freude aus. Wer damit umgehen kann und sich daran nicht stört, dem können wir den Trip allerdings nur weiter empfehlen. |