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Gruselige Absteige mit moderndem Ambiente
Dieses Hotel hat seine besten Zeiten, so sie überhaupt vorhanden waren, eindeutig hinter sich! Den Zustand kann man nur mit heruntergekommen und marode bezeichnen. Wir hatten das "Glück", vor dem "Einchecken" durch den Haupteingang hineingelassen worden zu sein. Das Geld wurde vorsichtshalber schon gleich eingezogen. Anscheinend wusste die Dame des Hotels genau, warum. Wir hätten uns nämlich geweigert, den Preis zu zahlen, der von uns verlangt wurde --- immerhin 53 EUR plus Frühstück. Uns fiel sofort der feuchtmuffige Geruch im Hotel auf. Im Zimmer angekommen, überstand eines der Betten die Sitzprobe nicht und brach zusammen. Ok. Kann passieren. Wir bekamen ohne Probleme ein neues Zimmer. Zumindest das war mal positiv. Als wir nach unserem Event bei der Blue-Man-Group des Nachts ins Hotel zurück kamen, mussten wir in tiefster Dunkelheit den Weg zum Hintereingang bahnen. Nicht so einfach bei all dem Müll und Schrott, der da so herumlag! Als wir die Hintertür aufschlossen, stach uns wieder der Geruch von Schimmel und modernder Feuchtigkeit in die Nase. Als wir mit unseren Freunden noch ein wenig in unserem Zimmer plauderten, fiel uns die sich ablösende Tapete im Erker auf, hinter der schwarzer Schimmel zu sehen war. Schönen Dank auch! Wir waren bedient, aber auch sehr müde und verbrachten die Nacht auf den zugegebenermaßen bequemen Matratzen. Das ganze Ausmaß der Auffälligkeiten tat sich dann am nächsten Morgen auf! Beim Blick aus dem Fenster entdeckten wir, dass das Mauerwerk sich langsam bröselnd verabschiedete und aus ihm ganze Birken wuchsen! Die einfach verglasten Holzfenster waren nass und hatten zum großen Teil nur noch Reste des einstigen Anstriches vorzuweisen. Teilweise waren die Fensterscheiben gesprungen. In den Zimmerecken machte sich weiterer Schimmel bzw. Feuchtigkeitsflecken breit. Auf dem Flur vor dem Zimmer standen zwei wenig vertrauenserweckende Feuerlöscher herum. Dies und noch einiges mehr können wir von unserer Nacht im Hotel des Grauens berichten. Nun zu den Aussenbereichen: Der „Hof“ am Hintereingang ließ einen klasse Blick auf das schwarz-brüchige Mauerwerk insgesamt zu. Ein altes Autowrack verstärkte den Anblick des Vergänglichen noch mehr. Hinzu kam jede Menge Schrott, der uns auf dem Weg zum unserem Auto scheinbar „Adieu“ sagen wollte. Das Frühstück war soweit ok, aber auch hier ist Vorsicht geboten, wenn man meint, dass ein Buffet gleichbedeutend mit Reichhaltigkeit ist! Großzügige Raumgestaltung ist auch nicht vorgesehen gewesen. Wir saßen so zu viert auf einer Rundbank mit einem eckigen Tisch in einem Frühstücksraum mit Eckkneipenatmosphäre und mussten abwechselnd Brötchen schmieren, weil kaum Platz war. Zum Schluss noch einige Aussagen des Hotels (über http://www. rma-hotels. de/de/oberhausen/hotel_im_volksgarten. html), die wir hier mal näher beleuchten bzw. umformulieren möchten: „moderner Komfort, Gastlichkeit und Service sind für uns eine Selbstverständlichkeit.“ Es ist wohl eher „modernd kommt vor“ gemeint! Selbstverständlich ist da nichts! „7 gepflegte, freundliche Zimmer, davon einige Nichtraucherzimmer, mit Dusche/WC, Direktwahltelefon, Kabelfernseher und Radio warten auf Sie.“ Telefone und Radios haben wir nicht gesehen. Von gepflegt und freundlich kann nicht die Rede sein! Zu der Zimmerausstattung stehen dann Dinge, bei denen man völlig vom Glauben abfällt: „Großes, ruhiges Einzelzimmer mit zeitgemäßer Ausstattung, dem Standard eines 3-Sterne-Hauses entsprechend eingerichtet. Schallisolierte Fenster, großes Bett, Nachtschrank, Schreibtisch mit Sessel, Hosenbügler.“ Man muss viel Humor mitbringen! Schallisolierte Fenster??? Die waren aus Holz und einfach verglast!!! Zeitgemäße Ausstattung? Um die Jahrhundertwende??? 3-Sterne-Standard? Diese grenzenlose Selbstüberschätzung treibt einem Schmerzentränen in die Augen!!! Und als wäre das alles nicht genug: „Technische Ausstattung: Selbstwahltelefon, Radio, TV, Pay-TV, Zimmersafe, Klimaanlage. High-Speed-Internetanschluss über WLAN oder HOTSPOT.“ Wo???? Immerhin haben wir 3 der sieben Zimmer schon gesehen und außer TV haben wir nichts in der Richtung entdeckt! Wir konnten noch nicht einmal mit EC-Karte bezahlen! Angeblich wegen Neuinstallation der gesamten Technik. Insgesamt also ein absolut vernichtendes Urteil. Wie hält es dort jemand mehr als eine Nacht aus? Wir sind geblieben, weil es eben „nur eine Nacht“ war und eine Alternative auf die Schnelle nicht zu finden war. Wir hätten misstrauisch werden sollen, als wir das Foto des Hotels in der Beschreibung gesehen habe, das (mit Bedacht?) in der Dämmerung aufgenommen wurde. Das Geschilderte glaubt einem ja kaum jemand! Das Tolle ist aber, dass wir das alles beweisen können, weil wir davon einige Fotos haben, von denen ich ein nettes Filmchen gemacht habe, dass ich in Kürze bei YouTube veröffentlichen werde. RMA-Hotels hat diesen Text nebst Fotos geliefert bekommen und angekündigt, das Hotel aus seinem Angebot zu nehmen. Immerhin!
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